Apfel Vogel Stories - PFAS: Überall und unsichtbar - auch in Lebensmitteln und Alltagsprodukten?
Shownotes
Was haben Regenjacken, Popcornverpackungen, Backpapier und manche Bratpfannen gemeinsam? Sie können PFAS enthalten – eine Stoffgruppe, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften seit Jahrzehnten in zahlreichen Produkten eingesetzt wird.
Das Problem: Viele dieser sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ sind extrem langlebig. Gelangen sie einmal in die Umwelt, können sie dort sehr lange verbleiben und über Wasser, Böden und Lebensmittel ihren Weg in uns finden.
Gemeinsam mit unseren Experten Luzia Buchstab und Dr. Roland Perz gehen wir den wichtigsten Fragen rund um PFAS auf den Grund:
🔬 Was sind PFAS?
🌍 Warum sind sie mittlerweile weltweit nachweisbar?
🥗 Wie gelangen sie in Lebensmittel?
🧪 Was untersucht die amtliche Lebensmittelüberwachung?
⚖️ Wie werden PFAS bewertet und reguliert?
♻️ Und was können Verbraucherinnen und Verbraucher selbst tun?
Eine Folge über moderne Chemie, Umweltbelastungen, Verbraucherschutz und die Herausforderung, Stoffe zu bewerten, die uns möglicherweise noch sehr lange begleiten werden.
🎧 Jetzt reinhören!
Gast: Luzia Buchstab, und Dr. Roland Perz, Rückstände & Kontaminanten CVUA Stuttgart
Moderation: Dr. Anne Benkenstein und Dr. Florian Hägele
Homepage: www.cvuas.de
Instagram: www.instagram.com/cvuastuttgart
Schnitt und Ton: www.audiospezialist.de
Weiterführende Links zur Folge:
CVUA Stuttgart: Trifluoressigsäure – Bedenkliche Gehalte in unserem Obst und Gemüse?
CVUA Stuttart: PFAS – Den Jahrhundertchemikalien auf der Spur
Stabsstelle PFAS am Regierungspräsidium Karlsruhe: Sicherstellung des Verbraucherschutzes bei der Bewirtschaftung PFAS-verunreinigter Flächen
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:34: Was haben Regenmanteln, Pizzakarton und Backpapier gemeinsam?
00:00:39: Ich könnte sagen, ich weiß es nicht aber ich tu's doch.
00:00:42: Sie halten nämlich PFAS oder auch Ewigkeitskommentarien weil sie praktisch in unserer Umwelt nicht mehr verschwinden.
00:00:53: Das ist bestimmt nicht so besonders teuer, oder?
00:00:56: Ja schon!
00:00:57: Aber warum das ein Problem ist und warum PFAS generell ein Problem sind oder auch nicht und was das für Verbraucher uns alle bedeutet wollen wir heute mit Experten wieder einordnen erklären.
00:01:08: Dazu haben wir mal wieder Unterstützung am Start, den Dr.
00:01:12: Roland Herz aus der Abteilung Bedarfsgegenstände und
00:01:16: die Luzia Buchstab auch Lebensmittelchemikerinnen und bei uns in der Abteilung Rückständen und Kontaminanten zu Hause.
00:01:23: Wir haben jetzt schon ein bisschen groß angefangen denke ich.
00:01:27: aber ich denke mal ich stelle Luzian nochmal die Frage was denn eigentlich hinter dem PFAS steckt.
00:01:33: vielleicht einfach auch Was sind denn überhaupt PFAS?
00:01:35: Weil das ist mal wieder eine Abkürzung, gell.
00:01:38: Ja genau also erst einmal.
00:01:39: Hallo Anne, hallo Flo schön dass wir da sein dürfen im Podcast.
00:01:44: ja die PFAS diese Abkurzungen diese vier Buchstaben dahinter verstecken sich die per und polyfluorierten Alkylsubstanzen.
00:01:52: Das ist ne Riesengruppe von verschiedenen Stoffen.
00:01:56: Sie sind alle industriell hergestellt das heißt sie sind nicht natürlich.
00:02:01: Ja, sie werden eigentlich seit den nineteenhundertfortziger Jahren schon industriell produziert.
00:02:06: Das ist echt wahnsinnig lang!
00:02:07: Ich dachte gerade auch perr und polifloriert.
00:02:12: was heißt das?
00:02:14: Da müssen wir einen Blick praktisch in die Substanzen reinwürfen wie die denn überhaupt aussehen.
00:02:20: Per und polyfluoriert heißt, wir haben ein Molekül mit einer Kohlenstoffkette unterschiedlich lang.
00:02:26: Und diese Kohlenstoffatome sind alle oder viele von denen mit einem Fluoratom
00:02:32: verknüpft.".
00:02:33: So das ist jetzt der chemische Begründung.
00:02:35: aber genau darin liegt ja auch das Problem?
00:02:39: Diese Verbindung nämlich, die ist stabil.
00:02:41: Was
00:02:41: heißt das Problem?
00:02:42: Es ist erst mal für die Industrie sehr attraktiv diese Stabilität weil diese Kohlenstoff-Flurverbindung, die so extrem stark was zu führt dass das Moleküle eigentlich sehr Druckstabil ist, sehr Temperaturstabil sich kaum zersetzt, sehr persistent und langlebig Und ja, dadurch ganz besondere Eigenschaften bekommen.
00:03:04: Also die PFAS haben diese ganz besonderen Eigenschaftens.
00:03:07: Sie sind Wasserabweisend, sie sind Fett abweisend aber auch Schmutzabweisende.
00:03:13: Ja und das sind jetzt die ganzen Eigenschafts warum es die gibt?
00:03:16: Warum die eingesetzt werden in so vielen verschiedenen... Bereichen unseres Lebens?
00:03:20: Ja, das ist ein wunderbar großes Feld.
00:03:22: Dass sich auch widerspiegelt im Alltag.
00:03:25: um uns herum sind lauter Gegenstände die PFAS enthalten also angefangen von den ganzen Antihaft-Beschichtungen wie bei Bratfahrenen, bei Rakettsetz, bei vielen Küchenhelfern... Also wunderbar!
00:03:40: Das Zeug funktioniert da haftet nichts an.
00:03:42: Küchenbereich quasi?
00:03:44: Ja,
00:03:44: genau.
00:03:45: Dann aber auch Lebensmittelverpackungen beispielsweise Popcorn-Verpackungen wo dieser Zucker, Syrup nicht so anklebt dann Muffinförmchen beispielsweise.
00:03:56: Aber auch ganz andere Bereiche zum Beispiel die Feuerwehr hat lange Zeit mit Löschräumen und Löschstäuben gearbeitet die auch aus PFAS aufgebaut waren oder diese enthalten haben weil sie auch nicht brennbar sind.
00:04:07: Ich weiß sogar, das ist gar im Wintersport hat es eine Rolle gespielt.
00:04:10: Weil da wurde's als Wachs nämlich eingewählt und weil sie eben auch dann so gut rückscht bei dem Langlauf oder am Skialpien mittlerweile da auch verboten?
00:04:18: Ja also überall quasi.
00:04:20: die Frage ist eher wo sind Sie nicht oder?
00:04:23: Wenn man das mal so sagen kann weißt du nicht ob das treffend wäre.
00:04:27: diese positiven Eigenschaften kommen aber mit diesem einen großen Nachteil einher.
00:04:31: Sie sind nicht abbaubar das haben wir jetzt schon gesagt.
00:04:33: das bedeutet aber auch sie gehen nicht mehr weg.
00:04:37: Genau,
00:04:38: diese positiven Eigenschaften haben einen sehr hohen Preis.
00:04:43: Nämlich sind sie auch in der Umwelt super stabil und langlebig.
00:04:47: Das heißt, sind Sie einmal in der Umwelt?
00:04:49: Dann bleiben Sie da erst mal und kommen gar nicht mehr so schnell raus!
00:04:53: Wir haben die PFAS eigentlich weltweit, sind sie verbreitet, auch hinter Antarktis sind sie schon zu finden... Und sie sind in Gewässern, sie sind im Böden.
00:05:01: Sie sind in uns um Trinkwasser drin.
00:05:03: Sie kommen in unsere Nahrungsmittel rein durch das ganze Wasser und sind dann so auch bei uns über die Nahrungsmittel gekommen, die dann auch in uns menschen?
00:05:13: Also ubiquitär verbreitet... Ich frage mich aber wie kommen die denn überhaupt da rein?
00:05:17: Die werden da eingesetzt in den Bratfern oder Verpackungen oder wo auch immer.
00:05:22: Aber denen müssen ja rauskommen dass sie in der Erde im Wasser sein können.
00:05:26: Das passiert halt leider schon auch Offensichtlich.
00:05:29: Naja, also wenn man die Teflon Bratpfanne anschaut dann eher weniger weil Teflons wirklich sehr innert und sehr stabil ist und wenn es am Stück ist dann gibt's maximal ein bisschen Mikroplastik Wenn man es nicht fachgerecht entsorgt und in die Umwelt streut natürlich.
00:05:45: Aber all diese Substanzen, die halt löselig sind, leicht wasserlöslich sind wie zum Beispiel Trifloessigsäure oder diese ganzen Carbon-Säuren...
00:05:52: Ist das auch so ein PFAS?
00:05:54: Ja
00:05:55: genau!
00:05:55: Das sind einfach PFAS Verbindungen, die im kleinere Moleküle darstellen und ein bisschen mobiler sind und natürlich wunderbar sich in der Umwelt ausbreiten.
00:06:04: D.h.,
00:06:05: es gibt ganz, ganz viele verschiedene Substanzen.
00:06:08: Wir haben jetzt so schon verschiedenste Sachen gehört die dann ja wahrscheinlich auch eine unterschiedliche Art der Anreicherung oder sowas darstellen?
00:06:18: Ja
00:06:19: also man kann sagen generell je länger kettig ein PFAS ist desto größer ist die Neigung sich in irgendwelchen Stellen in der Umwelt oder auch im menschlichen Körper an zu reichern als in den Kompatimenten wie man sagt.
00:06:33: und Das führt natürlich dazu, dass PFAS die zum Beispiel über Abfall z.B.
00:06:39: das Rezyklat Altpapier verbreitet werden, die finden sich dann überall wieder und wenn sie in der Umwelt ausgebracht werden in Form von Pflanzenschutzmitteln oder von Löschäumen der Feuerwehr oder sei es durch Direkteinleiter im industriellen Bereich
00:06:57: bei der Produktion der Substanzen selber.
00:06:59: Genau, genau!
00:07:00: Und das findet sich dann alles wieder in den Erntegütern, in den Nahrungsmitteln und da nehmen wir Menschen auf und infolgedessen haben auch alle PFAS im Blut nachweislich.
00:07:11: Ja und wenn ich noch mal auf die Bratpfanne kommen kann früher gab es tatsächlich ein Problem mit manchen Brat Pfannen für vielleicht so zehn, fünfzehn Jahren.
00:07:19: Die haben tatsächlich zum Teil Perfluo-Oktansäure freigesetzt.
00:07:22: Das PFOA, dass damals in aller Munde war, war auch ein großer Hype, großer Skandal.
00:07:27: heutzutage spielt es keine Rolle mehr.
00:07:28: Also die werden so gut hergestellt, dass sie auch kein PFOA mehr freisetzen.
00:07:35: Ob die Bratpfanne generell unproblematisch ist hängt von ihrem Gebrauch ab.
00:07:39: wenn ich nämlich die Bratspfanne ohne Füllgut also ohne Lebensmittel, ohne Öl auf den Herd stelle und hochhitze dann kann oberhalb von dreihundertsechzig Grad können sich Unschöne Dämpfe und Gase entwickeln sich dann genau.
00:07:57: Und wenn man zufällig einen Vogel nebenan hat, also zum Beispiel ein Kanadienvogel der würde dann von einer Stange fallen weil die sehr empfindlich auf diese giftigen Gase reagieren.
00:08:06: Das ist kein Spaß?
00:08:07: Ja das
00:08:07: ist kein Spass ja!
00:08:08: Also spätestens dran dann würde ich daran denken den Herd auszuschalten und kräftig durchzulüften.
00:08:15: Ja hört sich lustig an, aber ist natürlich sehr ernst.
00:08:17: Das ist praktisch die einzige Möglichkeit wie man sich mit einer Teflon-Bratpfanne heutzutage noch einen Schaden zufügen kann.
00:08:24: Okay das heißt... Die Bratpfanne sollte eigentlich beherrschbar sein.
00:08:28: in ihrer Anwendung, will ich es mal nennen?
00:08:31: Übertreibt's ein bisschen mit den Erhitzen.
00:08:33: Aber sonstige Möglichkeiten des Eintrags
00:08:37: Gut, ich meine wir haben ja über andere PFAS gesprochen die eben in die Umwelt ausgebracht werden und die sind ja meistens gut wasserlöslich und werden dann übers Oberflächenwasser verbreitet gehen in den Böden rein bis ins Grundwasser.
00:08:53: Aber wie kommen sie denn da überhaupt hin?
00:08:55: Dass sie das sich raus lösen können?
00:08:57: Ja also ein großes Thema sind Abfälle die unsachgemäß entsorgt werden.
00:09:03: Da gab es ja den Fall in Mittelbaden, in Rastadt wo eben ein Kompostierer Papierschlemme entsorgt hat oder als Komposthangeboten hat für Ackerböden.
00:09:14: Die sind dann da aufgebracht worden.
00:09:16: so im Jahr zwanzig zwölf und Ende zwanzigszwölf hat man dann erste PFAS im Trinkwasser messen können und man hat das eben zurückverfolgt war ein großer Skandal damals Und das hat im Prinzip zur Belastung von über tausend Hektar Ackerland geführt.
00:09:33: Das sind also mehr als ein Tausend Fünfhundert Fußballfelder, die nicht mehr uneingeschränkt für die Landwirtschaft zur Verfügung stehen.
00:09:39: Das
00:09:39: heißt sie sind kontaminiert und die bleiben das auch?
00:09:42: Die bleiben es auch!
00:09:43: Also man muss im Prinzip die Böden abtragen und neuen Boden heranschaffen.
00:09:47: Das ist die einzige Art und Weise wie man das wieder in den Griff kriegen könnte.
00:09:52: Und das bestimmt alles Sondermüll.
00:09:56: Ja, das ist der Erfehlaufwand
00:09:58: wert und teuer noch dazu.
00:09:59: Und was wirken mit dem überhaupt?
00:10:01: Mit dem...
00:10:02: ja ich denke es wird einfach deponiert.
00:10:05: Ah okay.
00:10:06: Gut in anderen Möglichkeiten.
00:10:07: Hundert Fußballfelder ist...
00:10:10: man
00:10:10: kann sie mengen oder?
00:10:12: Man könnte doch Verbrennung die kontaminieren aber nicht mit den vielen Boden dabei.
00:10:15: Das ist etwas unwirtschaftlich.
00:10:17: Genau, man kann vielleicht auch noch dazu sagen über Pflanzenschutzmittel können die PFAS natürlich auch in den Boden gelangen.
00:10:23: Natürlich!
00:10:24: Die werden auch in Pflancenschutzmitteln angewandt.
00:10:26: Die PFAS unterstützen dann die Wirkstoffe um ihnen die Pflanze zu gelangen und verteilen die Wirksstoffe besser in der Pflanzen und kommen so dann auch hinter unsere Lebensmittel rein.
00:10:37: Das bedeutet auch wir nehmen sie auf abgesehen davon dass sie eine Umwelt sind.
00:10:41: Wir nehmen sie noch konkret zu uns.
00:10:44: Da kommt natürlich auch immer direkt die Frage auf, sind die Dinger denn toxisch?
00:10:48: Giftig oder weiß nicht schadhaft für uns.
00:10:54: Also was die toxikologischen Eigenschaften anbelangt man kann die Leine nicht über einen Kamm scheren und deswegen ist keine einfache Aussage möglich.
00:11:02: Wir haben ja es zu tun mit einem riesen Reigen unterschiedlicher Stoffklassen und dementsprechend haben sie auch unterschiedliche Eigenschafte und auch Wechselwirkungen mit dem menschlichen Organismus.
00:11:12: also zum Beispiel von der Perfluo-Oktansäure der PFOS weiß man, dass sie lebertoxisch ist.
00:11:18: Dass sie das Immunsystem schädigt und reproduktionstoxisch ist und dass er auch potenziell Krebs erregend ist.
00:11:24: Das finde ich beunruhigend genug und sollte zu Vorsicht gebieten.
00:11:30: Und gibt es die noch?
00:11:32: Darf die dann noch verwendet werden?
00:11:33: heutzutage wenn man schon weiss, dass es so giftig ist?
00:11:36: Nein, das darf nicht eingesetzt werden.
00:11:37: und auch die Vorlaufersubstanzen dieser...
00:11:41: Man weiß mittlerweile schon einiges und hat auch schon ein bisschen geregelt.
00:11:46: Also zumindest dem entgegengewirkt.
00:11:48: Ja gut, man hat jetzt angefangen einzelne Stoffe zu regulieren kommt aber auch nicht so recht hinterher und im Prinzip es sind ja zehn bis zwölf tausend verschiedene PFAS weltweit im industriellen Einsatz Und wenn ich die jetzt alle einzeln regulieren wollte dann käme ich als Gesetzgeber auch gar nicht mehr hinterher.
00:12:07: Das heißt, man muss dann letztendlich eine andere Möglichkeit finden dieser Problematik Einhalt zu gebieten.
00:12:13: Wir haben abgesehen davon dass man nicht jede einzelne Substanz messen kann.
00:12:18: Ja gut analytisch hat man auch erst mal das Problem genau.
00:12:21: Geht schweige denn toxikologisch?
00:12:22: Muss ich sie ja auch alle bewertet haben oder wissen was sich da mitzutun?
00:12:27: Gerade die Toxicologie steckt noch so ein bisschen in den Kinderschuhen.
00:12:29: Die haben einfach noch nicht genug Daten bei Samen um alle Stoffe wirklich von Grund auf bewerten zu können, wie gefährlich sie da nur wirklich sind.
00:12:38: Und
00:12:39: welche nehme ich denn?
00:12:40: Ja genau!
00:12:43: Und ob es jetzt so ein PFAS wirklich giftig oder gefährlich ist hängt auch ab von der Menge und der Dauer die wir diesem Stoff gegenüber ausgesetzt sind.
00:12:51: Das heißt was passiert mit dem Stoff jeweils im Körper?
00:12:55: Die langen Kettigen glaube ich, die lagern sich unter Umständen im Fettgewebe ein.
00:13:00: Im Körper?
00:13:01: Ja,
00:13:01: zumindest wird der Körper immer schlechter los.
00:13:03: Je länger kettig die werden also Perfluobutter-Säure wird da menschliche Körper noch relativ gut los.
00:13:08: Die scheidet ja meist über den Urin aus aber zum Beispiel schon die PFOA, also die Perfluo-Oktansäure behält der Körper ganz gern und die reichert sich da an.
00:13:18: haben wir also halbwertszeiten von Jahren?
00:13:21: im Prinzip das heißt nach so einem zu viel jahren ist nur die Hälfte dieser Substanz abgebauten menschlichen Körper.
00:13:27: Das heißt, wenn ich dann in der Zeit auch ordentlich nachlege und nachliefere.
00:13:32: Dann summiert sich das unter Umständen zum ganz ordlichen Body-Baden wie man sagt.
00:13:36: Schätzungsweise ja, wenn sie Umwelt nicht gut abbauen kann, kann es der Körper wahrscheinlich auch nicht gut abbauen.
00:13:41: So ist das
00:13:42: die Szene.
00:13:44: Und die kleineren Stoffe sind dann nicht so ein Thema?
00:13:47: Weil sie wieder ausgeschieden werden.
00:13:49: oder verstehe ich das richtig?
00:13:50: Ja für den menschlichen Körper.
00:13:52: aber wie ist natürlich mit dem... Ökotoxikologie aussieht ist natürlich ein anderes Thema.
00:13:57: Also wie zum Beispiel Wasserorganismen dadurch geschädigt werden und wie sich das natürlich wunderbar weiter in Umwelt verbreiten kann, denn je kürzer Kettig und je besser wasserlöslich, desto mehr verbreitet es sich auch in der Umwelt.
00:14:08: Es kriegt den Menschen nie wieder eingefangen sozusagen.
00:14:11: Und wie ist jetzt bei dem konkreten Fall mit den Papierschlemmen?
00:14:15: Das wird ja dann noch ein Trinkwasser drin sein.
00:14:17: Ja klar!
00:14:17: Dann
00:14:18: guckt man das irgendwie raus.
00:14:19: wenn er das irgendwie
00:14:21: weiter denkt... Beim Trinkwasser gibt es die Möglichkeit, dass man dann eine Aktivkohlefiltration anwendet.
00:14:27: Das ist natürlich sehr kostspielig und teuer.
00:14:30: Die Aktiv-Kohlefilter sind relativ schnell gesättigt bei hohen Konzentrationen, müssen ausgetauscht oder gewechselt werden.
00:14:36: Und im Raumrass statt ist es auch tatsächlich so, dass das Trinkwasser für Menschen in dem Umkreis teurer ist.
00:14:43: Ja, das sind jährliche Mehrkosten im dreistelligen Bereich, die die Verbraucher zahlen müssen.
00:14:49: Nicht die Industrie hat es verursacht oder ein einzelner Unternehmer und alle zahlen drauf letzten Ende.
00:14:54: Das
00:14:54: Zweifel war da auch noch.
00:14:55: Unwissenheit dabei, ich meine mit Absicht diesen Effekt hervorrufen war bestimmt nicht der Gedankengang aber passiert das ist trotzdem ja jetzt sind sie auch im Lebensmittel drin Und wir untersuchen
00:15:09: auch Lebensmittel darauf.
00:15:10: Wir untersuchen hier pflanzliche Lebensmittel Darauf Obst Gemüse Kräuter und wir untersuchten elf Spezifische PFAS, die häufig vorkommen von denen bekannt ist dass sie vielleicht auch gesundheitlichen Problems sind für uns und haben letztes Jahr da auch schon einige Befunde gehabt.
00:15:28: Wir haben über zweitausend Proben untersucht und konnten in fünf Prozent von den Proben nachweisen.
00:15:37: Interessant ist vielleicht auch in welchen Proben wir das nachweisen
00:15:41: konnten?
00:15:41: Definitiv!
00:15:41: Das wäre jetzt nur meine nächste Frage gewesen.
00:15:46: Genau in Proben wie Fruchtgemüse und Blatt Gemüse können wir PFAS nachweisen, aber auch in Pflanzen oder Lebensmitteln wie Sojaprodukten.
00:15:56: Und da hat das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenbalk ganz interessante Versuche schon gestartet.
00:16:02: die haben nämlich gezeigt dass die PFAS sich in unterschiedlichen Pflanzenarten unterschiedlich stark anreichern unter anderem zum Beispiel gut ins Soja und dass sie sich in Pflanzen teilen unterschiedlich stark anreichern.
00:16:17: Welches sind da besonders betroffen?
00:16:18: Kannst du das sagen?
00:16:22: Die Wurzeln, weil es darüber...
00:16:24: Also vor allem Pflanzenteile, in die viel Wasser gelangen also eher die oberflächigen Pflanzenteile, wie bei Lattgenüse zum Beispiel, die Blätter ja genau.
00:16:33: Also auch das was wir dann essen wahrscheinlich.
00:16:36: Das was wir denn auch essen genau.
00:16:40: Ja, auch ein interessanter Fall war – wir haben mal versucht nachzuvollziehen wenn wir jetzt einen Lebensmittel mit einem PFAS befunden haben.
00:16:47: Wo denn jetzt diese PFAS herkommen könnten und sind so auf die Forever Pollution Map gestoßen?
00:16:54: Das ist eine inoffizielle Karte, die im Internet zu finden ist, eine interaktive EU-Karte.
00:17:01: Da haben Journalisten aus unterschiedlichen Ländern Daten gesammelt zu PFAS in Gewässern, in Böden im Grundwasser und haben das alles auf der Karte zusammengetragen.
00:17:14: Und von dem Feldsalat wussten wir damals ziemlich genau als welche Region er stammt.
00:17:19: Dann haben wir mal in die Karte reingeschaut und konnten dann auch feststellen dass in dieser Region ein Messpunkt existierte an dem PFAS gemessen wurden damit übereingestimmt, mit dem was wir in dem Felsalat finden konnten.
00:17:34: Also war ein ganz konkreter Fall wo man quasi anhand des Anbauortes sagen konnte dass da vermutlich der Eintrag in diesem Fall Felsa-Lad stattgefunden hatte?
00:17:44: Genau
00:17:45: und jeder hat Zugriff auf diese Mappe.
00:17:47: also das ist online zu finden diese Forever Pollution Map.
00:17:51: Und ja
00:17:52: Wir verlinken euch die dann in den Shownoten könnt ihr nachschauen.
00:17:56: Ja In so einem Fall ist natürlich trotzdem immer die Frage wie viel warten das?
00:18:00: Also wie viel von diesen PFAS habt ihr da drin gefunden?
00:18:04: Und die Frage, die dann immer mitgeht war das dann ein wirklich schon gesundheitliches Problem daraus?
00:18:09: oder ist es nicht so direkt sagbar, ableidbar.
00:18:13: Gesundheitsliches Problem ist schwierig zu sagen denn es gibt lange nicht für alle PFAS... diese toxikologischen Orientierungswerte.
00:18:21: In pflanzlichen Lebensmitteln finden wir vor allem die kurzerkettigen PFAS und für die gibt es bisher noch gar keine Grenzwerte oder auch keine toxikalogische Orientierungswert, es gibt diese Werte für vier länger kettige PFAS, die schon gut erforscht sind.
00:18:38: aber ja deswegen können wir da schwierig schon eine erste Beurteilung ziehen.
00:18:44: Das heißt, es ist aber wichtig, dass ihr das messt und untersucht.
00:18:48: Weil dann eben erst mal die Daten gesammelt werden und dann die Daten weiter analysiert werden können.
00:18:54: Genau auf jeden Fall mit den Daten kann man dann arbeiten.
00:18:57: Ja muss man wissen was da ist bevor man irgendwie weitermachen kann.
00:19:02: Wir untersuchen auch noch die Trifloessis-Säure, die wir vorhin schon angesprochen haben, die kurze Stift von den PFAS.
00:19:08: Da ist es ganz interessant, da haben wir mehr Befunde.
00:19:11: Da haben wir fast zwanzig Prozent positive Proben.
00:19:14: was auch Sinn macht nämlich die Triflo-S-Säure ist das letzte Abbauprodukt von den PFAS.
00:19:19: Das heißt wenn mal alle PFAS abgebaut wurden bis dahin dann geht's nicht mehr weiter.
00:19:24: Also
00:19:24: es ist plausibel dass von dieser konkreten Trifolo S-S säure höhere Befundhäufigkeiten da sind wie von den anderen beispielsweise.
00:19:32: Es ist durch den Abbau okay aber ja Und auf
00:19:34: deutlich höhere befunden oder?
00:19:36: Ja Genau.
00:19:37: Deutlich höhere Befunde.
00:19:39: Immerhin, die scheint relativ schnell auszuscheiden sein wenn es denn... Wenn ich eurer Fähne verfolgen kann was ihr gesagt dazu zur Toxikologie und wie lang's im Körper braucht?
00:19:54: Ja okay also das ist im Lebensmittel definitiv schon ein Thema insbesondere die Trifluersichsreure Und auch nicht absehbar dass es da weniger wird vielleicht sogar Wie sieht es denn auf der anderen Seite aus?
00:20:06: Roland, du bist mehr in den Bedarfsgegenständebereich zugänglich.
00:20:09: Da werden sie ja auch direkt eingesetzt also da werden sehr direkt eingesetzen.
00:20:13: Im Gegensatz zu den Pflanzen geht's dann über die Umwelt wieder rein.
00:20:16: und Du hast den Pizza Karton gesagt.
00:20:19: Ja, Pizza Kartons vielleicht jetzt weniger aber zum Beispiel Muffinförmchen oder Popcorn Verpackungen.
00:20:24: Wobei das jetzt auch bald ein Ende haben wird weil europäische Kommission eine neue Verordnung auf den Weg gebracht hat.
00:20:31: Nämlich die PPWR, das Stiefel Packaging and Packaging Waste Regulation und da ist im Prinzip die Anwendung komplett verboten.
00:20:40: für jegliche Befassungen
00:20:42: von
00:20:42: hier genau richtig ja.
00:20:44: Es darf also einfach nicht mehr angewandt werden und wenn man nur klitze kleine Mengen nachweisen kann dann kann man das gleich anstanden und im Prinzip aus dem Verkehr ziehen.
00:20:55: Also wir haben bis dato Ein paar einzelne Befunde gehabt, eben in Muffinförmigern.
00:21:00: Das war so die Probenart Nummer eins.
00:21:04: Daneben eine Popcornverpackung.
00:21:06: und wo wir es natürlich auch noch finden sind Textilien aber die sind noch nicht entsprechend reguliert.
00:21:10: da darf man's auch weiter anwenden.
00:21:12: Also speziell solche Textilie die Wasserabweisend sein sollen oder so?
00:21:17: Wasser-
00:21:17: und Schmutzabweisen also zum Beispiel Sitzbezüge insbesondere Kinder sitze für Autos und dergleichen.
00:21:23: ja.
00:21:24: Man muss allerdings dazu sagen, das ist jetzt weniger ein Problem für die Verbraucher.
00:21:28: Weil da die PFAS wirklich fest gebunden sind entweder an die Papierfaser oder an die Textilfaser und was wir aber hier haben es ein Umweltproblem spätestens bei der Entsorgung der Produkte Und deswegen guckt die europäische Kommission danach ja dass es zumindest in den Lebensmittelverpackungen einen Ende damit hat.
00:21:50: Klamotten, also in den Textilien oder Funktionstextilien ist es auch geregelt jetzt mittlerweile?
00:21:57: Oder noch nicht?
00:21:58: Meines Wissens nicht.
00:22:00: Eigentlich ja lang bekannt und trotzdem noch nicht, gell?
00:22:02: So richtig.
00:22:03: Ja, so weißt du, das ist so ein bisschen...
00:22:05: Ja man muss auch gucken ob's auch sinnvolle Alternativen gibt.
00:22:09: Also wenn ich so Allwetterbekleidung habe die atmungsaktiv ist und Wasser abweisend gleichzeitig und schmutzabweisend Berufsgladung von Feuerwehrleuten beispielsweise etc.
00:22:21: Da kann ich die PFAS nicht sofort ersetzen, weil
00:22:24: die Funktion so wichtig ist und nicht ersetzbar ist abgesehen davon dass sie vermutlich auch bündig sind wenn man es industriell herstellen kann.
00:22:32: aber die Funktion muss natürlich gegeben sein bei Gerade Feuerwerk.
00:22:36: Ja,
00:22:37: also ich denke bei den Löschäumen hat man es mittlerweile geschafft.
00:22:39: Die sind PFAS frei jetzt in der letzten Generation.
00:22:42: Wie ist bei der Bürosbekleidung für Feuerwehrleute aussieht weiß ich nicht.
00:22:45: Also vermutlich noch am Suchen.
00:22:48: Genau und die europäische Chemikalien-Agentur, die diskutiert gerade momentan auch über ein allgemeines Verbot von PFAS Allgemein dort wo es möglich ist also wo es Alternativen gibt.
00:23:01: Wenn wir schon vorstellen dann ist auf einmal gar nichts mehr ersetzbar.
00:23:05: Nee, aber irgendwo muss immer mal angefangen werden.
00:23:09: Ja, Ewigkeits-Chemikalien.
00:23:12: Ewigkeit!
00:23:14: So wird uns noch ewig begleiten?
00:23:15: Ist das die Gewinngesendste nachdem wir
00:23:18: da... Ne, da haben wir noch viel zu tun und auch der Gesetzgeber muss noch viel tun, muss also den einen oder anderen Grenzwert zusätzlich erinnern und auf den Weg bringen.
00:23:28: Ja grundsätzlich sollten wir dann auch schauen dass weniger in die Umwelt gelangt.
00:23:32: Das ist der größte Ansatzpunkt wahrscheinlich bei allem, was wir
00:23:34: machen.
00:23:34: Genau das Alternativen eingesetzt werden, sichere Alternatifen eingesetzt würden.
00:23:41: und ja dass wir die PFAS auch richtig entsorgen wenn wir es schon in Verbraucheprodukten PFAS haben, dass wird zum Beispiel dann unsere Outdoor Kleidung nicht in den ganz normalen Altkleidersack werfen sondern dann auch über den Hausmüll entsorgn, nämlich der Hausmühl wird verbrannt.
00:23:58: Okay, das wäre jetzt meine Frage gewesen.
00:24:02: Das
00:24:02: hängt mit dem Verbrennen zusammen.
00:24:04: Genau, die PFAS können verbrannt werden oder sollten bei sehr hohen Temperaturen verbrannt werden.
00:24:09: Der Hausmüll wird bei circa über eighthundertfünfzig Grad verbrankt und das reicht auch aus damit die CF-Bindung zerstört wird und die PFAs vollständig abgebaut werden.
00:24:20: Es ist jetzt also ein wichtiger Verbrauchertipp dann diese Sachen entweder weiterzunutzen und weiterzugeben
00:24:28: Oder wenn dann richtig zu entsorgen, sodass
00:24:30: quasi nicht
00:24:31: nur in die Umwelt gelangen kann.
00:24:34: Ja genau so ist es mit den beschichteten Muffin Formchen oder mit den Popcorn Kartons.
00:24:40: Die sollten nicht in das Altpapier zum Recyceln sondern sollten in den Hausmüll der verbrannt wird.
00:24:48: Genau so ist das.
00:24:50: Die Popcorn Verpackung!
00:24:53: Ich mache meine Popcorn am liebsten in der Pfanne, dann kann man nämlich so schön zuschauen wie sie ploppen.
00:25:00: Aber es geht natürlich deutlich schneller in die Mikrowelle das ist natürlich auch klar!
00:25:06: Ja und zum Thema weniger PFAS ausbringen in die Umwelt.
00:25:10: also zum einen müsste man sehr viele Pflanzenschutzmittelformulierungen umstellen
00:25:16: Das
00:25:16: steht glaube ich auch noch aus, dann viele Wirkstoffe enthalten ja auch.
00:25:20: Kohlstoffflurverbindungen stellen also selber PFAS da nicht nur die Hilfstoffe.
00:25:25: und allgemein wäre es eigentlich schon wichtig dass die Hersteller mehr Sorgfalt walten lassen.
00:25:33: denn was man eben sehen kann ist halt die Wasserchemiker und Umweltchemiker waren ja die ersten mal kategorisiert haben, wo die größten PFAS-Belastungen auftreten in der Welt.
00:25:43: Das ist seltsamerweise ringsrum um die Produktionsstätten und zwar den direkten Umgebung der Fabriken.
00:25:49: Ja also das schon der Haupteintragsböden
00:25:51: oberflächenwasser genau ja.
00:25:53: und wenn sie mehr sich an ihre Sorgfaltspflicht halten und wenn es da vielleicht auch mehr geeignete gesetzliche Auflagen gäbe wäre das sehr wünschenswert.
00:26:03: dann das generelle Verbot von Direkteinleitungen wäre auch noch einmal so ein Thema.
00:26:09: Also wo ist bewusst dann quasi in die Umwelt leidet?
00:26:12: Ja,
00:26:12: aus
00:26:13: welchen Gründen auch immer.
00:26:14: Industrieabfälle.
00:26:17: Genau und generell würden wir natürlich aus Überwachungssicht den vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz gerne mehr umgesetzt sehen.
00:26:26: das ein wichtiges Grundprinzip denn die Industrie erfindet neue Stoffe mit ganz neuen tollen Eigenschaften die sich technologisch super einsetzen lassen aber machen keine folgen.
00:26:35: Abschätzung dann und diese Stoff werden eingesetzt zum Zeitpunkt, wo über die Toxicologie noch überhaupt nichts bekannt ist.
00:26:44: Und solange man aber nicht weiß wie giftig ein Stoff ist sollte man halt vorsichtig damit umgehen und so tun als sei er sehr sehr giftig.
00:26:51: Aber in dem Zusammenhang habe ich gerade irgendwie einen gewissen Flashback weil Ich stelle jetzt mal die Frage bewusst in den Raum.
00:26:58: Hätte man das nicht wissen können?
00:27:00: Weil wir haben so ähnliche Substanzklassen, die polychlorierten und polipromierten Substanzen von denen weiß man schon sehr lange dass sie in der Umwelt verbleiben.
00:27:08: und also stelle ich jetzt einfach mal einen Raum Ja, natürlich können keine Handwoord nachher aufgeben.
00:27:14: Ja ja, man weiß nur... Klar, das wissen wir hier alle.
00:27:19: Ich meine die haben eine ganz ähnliche Chemie.
00:27:22: also wenn ich den Kohlenstoff verbinde mit einem Hallogen dann hat es eine bestimmte Eigenschaft und die ähneln einander sehr.
00:27:30: Das ist richtig genau!
00:27:31: Also von daher
00:27:32: lasst es jetzt mal so im Raum stehen und hätte es vielleicht wissen können müssen.
00:27:36: wie auch immer aber sollen andere beurteilen?
00:27:40: Ja, vielleicht nochmal am Schluss für den Verbraucher konkret.
00:27:44: Also wir untersuchen hier Lebensmittel und auch Bedarfsgegenstände.
00:27:50: Einiges ist schon in der Regelung, manches muss definitiv noch deutlich besser werden haben wir gelernt.
00:27:57: Was vor Empfehlungen?
00:27:58: könnt ihr vielleicht so aus direkt mal mitgeben wenn es da überhaupt was gibt oder was man tun kann?
00:28:06: Auf vielen Produkten steht zum Beispiel PFAS frei.
00:28:08: Das heißt, man könnte als Verbraucher darauf achten, dass man die Produkte kauft, die keine PFAS enthalten.
00:28:15: Dann industrieseitig – wie wir es schon angesprochen haben ist eigentlich der größte Punkt -, dass man umsteigt auf sichere Alternativen und verbrauchenseitig dann nochmal das mal die PFAS richtig entsorgt oder die Produkten mit PFAS wirklich entsorgt und entfernt, dass sie dann bei hohen Temperaturen verbrannt würden?
00:28:34: Ich denke... Das ist das Wichtigste, weil wir haben auch schon gehört es sind ja schon im Blut.
00:28:38: Also wir werden dem ganzen Jahr schon ausgesetzt.
00:28:40: dann geht's einfach nur in Zukunft darum nicht mehr noch mehr dem Ganzen ausgesetzt zu werden.
00:28:47: Genau.
00:28:48: Ja eh großes Thema
00:28:50: schwieriges
00:28:51: Thema.
00:28:54: Es gibt so keine schnelle Lösung dafür.
00:28:55: Nein nicht
00:28:56: gleich außer Welt zu schaffen.
00:28:58: Ja, aber um die ganze PFAS-Problematik noch mal einzuordnen oder auch dieses Wortproblem aufzugreifen.
00:29:04: Also wir haben keine akute Gefahr jetzt für uns Menschen sondern es ist eher auf längere Sicht betrachtet.
00:29:11: Die toxikologische Daten fehlen bisher einfach noch und wir müssen da schauen wie sich die ganze Lage entwickelt.
00:29:18: Und für uns ist es wichtig weiterhin die Daten zu sammeln Nämlich die Daten, die liefern wichtige Informationen um gerade toxikologische Grenzwerte festzulegen.
00:29:27: Dass man weiß in wiefern ist der Mensch überhaupt den PFAS ausgesetzt und inwiefern stellt es dann irgendwann eventuell ein Risiko dar?
00:29:34: Genau dass man also die Exposition immer so schön sagt möglichst genau beschreibt weil dann die Toxikologen wieder
00:29:41: eine Abschätzung
00:29:42: vornehmen können.
00:29:44: Und das wiederum ist Grundlage für den Gesetzgeber der dann handeln kann und neue Grenzwereite erlassen kann.
00:29:50: Und genau dafür brauchst du die Lebensmittelbewachung.
00:29:52: Und uns Lebensmittelschämiker?
00:29:54: Ja,
00:29:55: damit diese Lebensmittel sicher bleiben!
00:29:58: Genau das ist unser Wort zum Abschluss
00:30:02: und unser Wunsch und unser Anliegen.
00:30:04: Genau.
00:30:05: Und dann bedanken wir uns bei unseren zwei Gästen.
00:30:08: Roland, vielen lieben Dank.
00:30:13: Bis zum nächsten Mal.
00:30:14: Ich glaube wir hören uns bestimmt irgendwann nochmal zu dem Thema.
00:30:18: Danke.
00:30:19: Wenn ihr mehr über das CVOA-Stuttgart erfahren wollt, dann folgt uns doch gerne auf unserem Instagram-Kanal oder schaut auf unserer Webseite
00:30:42: vorbei.
Neuer Kommentar